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Kann man selbstständig einen Akku reparieren? Was sind häufige Ursachen dafür, dass er nicht mehr funktioniert?

Im Internet kursieren diverse Videos, in denen erklärt wird, wie man einen Akku selbst reparieren kann. Obwohl in den Tutorials meist alles glatt läuft, ist die eigenständige Akkureparatur zu jedem Zeitpunkt - ob während der Reparatur oder mehrere Wochen danach - äußerst gefährlich. Eine kaputte Batterie gehört nur an zwei Orte: Entweder in eine spezialisierte Werkstatt oder zur Entsorgung in eine Batteriesammelstelle. Erfahren Sie auf Akkuline, wieso das so ist und wie Sie Defekte von Akkus vermeiden können.

 

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Die Gefahren selbstständiger Akku-Reparaturen und die Ursachen für Akku-Defekte

Eine eigenständige Reparatur eines defekten Akkus ist nur in einem Fall möglich: Wenn der Akku tiefentladen ist. Zur Tiefentladung eines Akkus kann es kommen, wenn er komplett entladen wird oder wenn er mit zu niedrigen Temperaturen konfrontiert wird. Ungeachtet dessen, dass eine Akku-Reparatur bei tiefentladenen Akkumulatoren möglich ist, sollten Sie diese nie selbst durchführen, denn:

 

  • Sollte der Akku in Ihrem Handy, Werkzeug, E-Bike, in Segways, Pedelecs oder anderen Geräten beim Laden nicht mehr erkannt werden, dann wurde definitiv der chemische Aufbau des Akkus geschädigt.
  • Jetzt eine Akku-Reparatur mit einem der im Internet beschriebenen Verfahren durchzuführen, hätte zur Folge, dass während der Akku-Reparatur die Zellen unter zu hohe Spannung geraten und explodieren könnten.
  • Auch bei Gelingen der Akku-Reparatur wäre das Problem einer geschädigten Struktur der Akku-Zellen nicht behoben. Selbst, wenn sich der Akku nach der Reparatur wieder laden lässt, wird er früher oder später im jeweiligen Gerät (z. B. Handy, E-Bike, Werkzeug) auslaufen und schlimmstenfalls zur Brandentstehung führen.

 

Im Folgenden erklären wir zwei Ursachen für Akkuschäden, um Sie auf Basis dessen anschließend in Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von Batteriedefekten und zur Verlängerung der Lebensdauer von Batterien einzuführen.

Problem #1: Komplette Entladung im Zuge der Nutzung

Moderne Akkus sind gegen Tiefentladungen geschützt. Damit die Spannung der Zellen nicht unter die Entladeschlussspannung fällt, schalten sich die Geräte rechtzeitig ab. So ist es zum Beispiel bei modernen Smartphones, Tablets und Laptops:

 

  • Vielleicht haben Sie schon mal beobachtet, wie sich Ihr Smartphone, Tablet oder Laptop aufgrund eines zu geringen Akkustandes selbst abschaltete.
  • Es ist in solchen Fällen durchaus möglich, das Gerät erneut einzuschalten und es wird trotz des geringen Akkustandes eine kurze Zeit nutzbar sein.
  • Allerdings kann die dabei aufgewendete Energie dem Akku im Smartphone, Tablet oder Laptop derart viel Energie entziehen, dass die Spannung weniger als die minimale Entladeschlussspannung ist.
  • Die Folge einer derart geringen Spannung ist die Schädigung der Zellchemie innerhalb des Akkus.
  • Der Akku vom Smartphone, Tablet oder Laptop wird mit dem Ladekabel nicht mehr zu laden sein, weil er nicht erkannt wird.

 

Gleiches trifft auch auf Akkus in anderen Geräten als Smartphone, Tablet und Laptop zu: Das Akkupack im E-Bike kann tiefentladen sein, ebenso kann der Akkuschrauber betroffen sein.

Problem #2: Konfrontation mit Kälte

Die schädlichen Auswirkungen zu niedriger Temperaturen auf Akkumulatoren sind schnell erklärt: Kälte verringert die Teilchenbewegung. Ebenso wie der Beuteltee in kaltem Wasser nur sehr langsam zieht, bewegen sich auch die Elektronen im Akku bei Kälte in einem weitaus geringeren Tempo. Ob Tee oder Batterie: Hier herrschen universelle Gesetze der Chemie.

 

Im Detail haben diese Gesetze, auf den Akku bezogen, zur Folge, dass der Innenwiderstand der Zellen steigt und mehr Strom verbraucht wird. So verliert der Akku zügig an Kapazität und die Spannung sinkt ebenfalls. In der Regel schalten sich die Akkus zum Schutz selbst ab, damit es nicht zur Tiefentladung kommt. Doch wenn die Nutzung bei kalten Temperaturen fortwährend erfolgt oder der Akku dauerhaft im Kalten verbleibt, ist eine Tiefentladung nicht zu verhindern.

 

Wann aber kann von zu niedrigen Temperaturen gesprochen werden? Dies variiert mit dem jeweiligen Akkutypen. So haben Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion-Akkus) eine andere Kälte-Empfindlichkeit als zum Beispiel der Nickel-Cadmium-Akku (NiCd-Akku). Während der NiCd-Akku ein ungewöhnlich gutes Tieftemperaturverhalten (bis -40 °C bleiben 50 % seiner Raumtemperatur-Kapazität noch erhalten; Anm.) hat, ist der heute am weitesten verbreitete Li-Ion-Akku wesentlich empfindlicher.

Ratschläge zur Schonung von Akkus und zur Verlängerung der Lebensdauer

Die beiden beschriebenen Szenarien, die zur Tiefentladung führen, verraten Ihnen einen wichtigen Aspekt, der dabei hilft, den Akku zu schonen und Ursachen für die Entstehung von Defekten zu umgehen: Halten Sie die für Ihren Akku empfohlenen Umgebungstemperaturen definitiv ein.

 

Bei dem im Handy, Smartphone, Tablet, Laptop, E-Bike, E-Auto, Segways, oft auch Werkzeug und vielen anderen Geräten verbauten Li-Ion-Akku sollten folgende Temperaturbereiche eingehalten werden:

 

  • Beim Laden eine Umgebungstemperatur von 15 bis 30 °C.
  • Bei langfristiger Lagerung ohne Nutzung eine Umgebungstemperatur von 5 bis 10 °C.
  • Nur kurzzeitig und im Betrieb sind Umgebungstemperaturen von -10 bis 55 °C tolerierbar.

 

Oberhalb der 30 °C beim Lade-Prozess und oberhalb der 55 °C während des Betriebs wird eine Überladung begünstigt. Im Fall einer Überladung besteht sofort akute Brandgefahr, während eine Tiefentladung nur beim Versuch einer anschließenden Akku-Reparatur akut gefährlich ist.

 

  • Darüber hinaus gehören Akkus mit Deformierungen oder mechanischen Schäden sofort in den Müll - natürlich nicht in den Hausmüll, sondern in eine Batteriesammelstelle, die Sie in jedem Laden finden, der Akkus und Batterien verkauft.
  • Da es neben einer Über- und Tiefentladung auch durch Fehler beim Laden zu Akkuschäden kommt, sollten Sie sich bemühen, Ihren Akku während der Nutzung nicht allzu häufig über 20 % hinaus zu entladen und beim Laden möglichst selten über 80 % hinaus aufzuladen. So schonen Sie die Elektroden, von denen jede Akkuzelle zwei hat.
  • Haben Sie schon einmal davon gehört, den Akku zu reparieren mittels App? Apps zur Akku-Reparatur sind nichts anderes als Anwendungen für Smartphones, Tablets und Laptops, die Ihnen dabei helfen, die Langlebigkeit und Leistung Ihres Akkumulatoren zu steigern. Einen defekten Akku zu reparieren mit einer App ist hingegen unmöglich. Nutzen Sie die Anwendungen gern, um mit Ihrem Akku richtig umzugehen, aber für eine Reparatur sind die Apps ungeeignet.

Wie kann eine spezialisierte Werkstatt bei der Reparatur von Akkus für E-Bikes, Handy und Co. helfen?

In einer spezialisierten Werkstatt können Sie den Akku reparieren lassen, wobei eindringlich darauf hinzuweisen ist: Selbst in Werkstätten werden tiefentladene, überladene oder mechanisch beschädigte Zellen keineswegs fit gemacht. Auch in Werkstätten werden Batterien bei solchen Defekten entsorgt.

 

Akku-Reparaturen in Werkstätten umfassen stattdessen die genaue Analyse der Leistungsfähigkeit von Akkus. Wenn Sie den Akku-reparieren-Service in Anspruch nehmen, wird an Ihrem Akku eine detaillierte Analyse durchgeführt, wie dessen Leistung und Kapazität wieder optimiert werden können. Im Anschluss an die Analyse gibt es drei Möglichkeiten:

 

  • Sie haben ein Akkupack, wie es bei E-Autos, Segways, Ebikes oder einem anderen Gerät mit einer hohen benötigten Leistung der Fall ist. Wenn nur ein Akku im Akkupack defekt ist, wird dieser Akku ausgetauscht und Sie sparen, weil Sie kein komplett neues Akkupack kaufen müssen.
  • In dem von Ihnen benutzten Gerät befindet sich ein Akku, der nicht komplett defekt ist. Eventuell ist nur eine Zelle im Akku betroffen. In diesem Fall wird ein Zellentausch in Ihrem Akku durchgeführt, wodurch Sie den Kauf eines neuen Akkus umgehen und ebenfalls sparen.
  • Ihr Akku oder Akkupack ist komplett geschädigt. In diesem Fall führt der Service keine Akku-Reparatur durch, sondern einen Akkutausch. Diesen Akkutausch können auch Sie selbstständig ohne Gefahren durchführen - ob bei Ebikes, an einem Handy, am Akkuschrauber oder an einem anderen Gerät.

 

Die Erfahrung zeigt, dass die Vorteile einer Akku-Reparatur in spezialisierten Werkstätten oder bei einem anderen Profi begrenzt sind. Oftmals stellt sich heraus, dass ein einzelner Zellentausch nicht zielführend ist oder ein kompletter Austausch des Akkus notwendig ist. Daher ist es, wenn Sie sich Zeit sparen wollen, von vornherein am besten, wenn Sie auf eine Akku-Reparatur verzichten und einfach einen neuen Akku für Ihr Handy, Ebike, Modellauto oder ein anderes Gerät kaufen. Hierzu finden Sie auf unserer Seite eine große Auswahl an Akkupacks und einzelnen Akkus führender Hersteller: von Samsung über Panasonic, Ansmann und Efest bis hin zu Modellen von KEEPPOWER und Sony - um nur einige zu nennen.

FAQ: Akku-Reparatur - Die wichtigsten Informationen in aller Kürze

Kann man einen Akku reparieren?

Bei mechanischen Schäden am Gehäuse, einer Über- oder Tiefentladung und aus dem Gehäuse auslaufenden Chemikalien ist es unter keinen Umständen möglich bzw. klug, einen Akku zu reparieren. Selbst Werkstätten führen in diesen Fällen nichts anderes als einen Zellentausch oder kompletten Austausch des Akkumulatoren durch, ohne die beschädigten Teile zu reparieren. Praktisch ist es möglich, einen Akku im Falle einer Tiefentladung zu reparieren, jedoch kann es bei der Akku-Reparatur oder danach bei der Nutzung der Batterie im Gerät zu Bränden kommen.

Wie kann ich einen Akku wiederbeleben?

Um den Akku zu reparieren für Laptop, Akkuschrauber oder E-Bike, greifen einige Personen auf die "Wiederbelebung" zurück. Hierbei laden Sie den tiefentladenen Akku durch einen intakten Akku auf, indem Sie beide Batterien jeweils an den beiden Pluspolen und dann an den Minuspolen miteinander verbinden. Nach 15-30 Sekunden Lade-Dauer sollte der zuvor tiefentladene Akku eine ausreichende Spannung haben, um im eigentlichen Ladegerät geladen zu werden. - Achtung: Wir raten strikt von diesem Vorgehen der Reparatur ab, da es sehr gefährlich ist!

Kann man Lithium-Batterien reparieren?

Einen Ionen-Akku zu reparieren, ist nicht empfehlenswert. Selbst spezialisierte Unternehmen führen normalerweise einen Austausch des Energiespeichers durch und bezeichnen dies als eine Akku-Reparatur. Den Lithium-Ionen-Akku zu reparieren und nicht auszutauschen, wird kurz- oder langfristig zur Brandgefahren führen, da im Rahmen des Wiederbelebungsprozesses die geschädigte Zellstruktur innerhalb des Energiespeichers nach wie vor geschädigt bleibt und im Anschluss an die Reparatur zusätzlich belastet wird.

Wie viel kostet eine Akku-Reparatur?

Sie können den Akku bei einem Profi reparieren lassen, müssen dabei aber mit Kosten zwischen 20 und 50 Euro rechnen. Diese Kosten übersteigen des Öfteren die Preise komplett neuer Akkumulatoren. Wenn Sie also mit dem Gedanken spielen, den Akku zu reparieren für E-Bike, Akkuschrauber, Laptop, so sollten Sie überlegen, ob es nicht wirtschaftlicher ist, auf eine Akku-Reparatur bei Werkstätten zu verzichten. Stattdessen können Sie einen Akkutausch durchführen. Sie finden den passenden neuen Akku von einem der führenden Hersteller definitiv auf unserer Seite.

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