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Motorrad-Batterie ausbauen und einbauen: Tipps und Anleitungen zur Pflege und Wartung

Die Winterzeit ist die optimale Zeit zur Pflege und Wartung der Motorradbatterie. Wie es Ihnen gelingt, die Batterie auszubauen und wieder einzubauen, erfahren Sie auf dieser Seite. Außerdem teilen wir Ihnen mit, wie Sie die Batterie richtig auffüllen, lagern, aufladen und welche Batterie-Ladegeräte die besten sind. Auf geht's!

Wann Motorrad-Batterie ausbauen?

Bei kalten Temperaturen sollte die Batterie ausgebaut werden. Das gilt vor allem bei einer längeren Standzeit des Motorrads. Temperaturen von unter 10 Grad Celsius kann die Motorradbatterie noch mehrere Tage aushalten, ohne strukturell nennenswerten Schaden zu erleiden. Spätestens sobald Minusgrade eintreten, bricht die Batteriekapazität allerdings deutlich ein und es kann binnen weniger Tage dazu kommen, dass die Batterie den Winter mit Sicherheit nicht überlebt.

 

Unsere Tipps zum Ausbau der Motorradbatterie lauten wie folgt:

  • Sollten Sie Ihr Motorrad im Winter nicht mindestens 2-3 Stunden pro Tag nutzen, ist der Ausbau der Batterie klar zu empfehlen.
  • Wenn Minusgrade herrschen, ist es auch bei häufiger Nutzung des Motorrades am besten, die Batterie über Nacht auszubauen und am nächsten Tag vor der Fahrt wieder einzubauen. - So wurde es übrigens zu Kriegszeiten bei Extremtemperaturen im Winter mit den Starterbatterien militärischer Fahrzeuge gemacht.
  • Absehen können Sie von dem Ausbau der Batterie im Winter, wenn Sie Ihr Motorrad samt Batterie in einer beheizten Garage oder an einem anderen Ort mit mehr als 10 Grad Celsius überwintern lassen.

Wie baut man eine Motorrad-Batterie aus?

  1. Öffnen Sie die Abdeckung am Motorrad. Die Batterie kann sich beispielsweise unterhalb der Sitzbank oder der Motorradverkleidung befinden.
  2. Nutzen Sie einen Schraubenschlüssel, um die beiden Pole der Batterie abzuklemmen. Sie klemmen zuerst den Minus- und dann den Pluspol ab.
  3. Nehmen Sie die Batterie aus dem Motorrad heraus.

Welchen Pol klemmt man zuerst ab?

Zuerst klemmen Sie beim Ausbau der Motorradbatterie den Minuspol ab. Diesen erkennen Sie an der Kennzeichnung mit einem Minuszeichen. Eventuell ist der Pol rot gekennzeichnet und hat stattdessen kein Minuszeichen. In seltenen Fällen ist es möglich, dass dem Minuspol eine Kennzeichnung fehlt, aber dafür der Pluspol zwei Ringe hat, wodurch sich die Pole unterscheiden lassen.

Was ist beim Abklemmen der Motorradbatterie sonst zu beachten?

Beachten Sie, dass Sie Handschuhe nutzen, damit Ihre Hände vor ggfs. auslaufenden und aggressiven Chemikalien geschützt sind. Verwenden Sie nur trockenes Werkzeug und halten Sie die Batteriepole trocken, um einen Kurzschluss zu vermeiden.

Wie pflegen Sie die Motorradbatterie im Winter?

Nachdem Sie die Motorradbatterie ausgebaut haben, laden Sie diese zuallererst wieder auf. Erst nach dem Aufladen prüfen Sie den Säurestand der Batterie, denn die Säure nimmt durch den Aufladeprozess an Volumen zu.

Nachdem Sie nach dem Aufladen den Säurestand getestet haben, füllen Sie die Batterie bis zum Erreichen des Maximums - siehe: Anzeige bzw. Strich bei "Max" - mit destilliertem Wasser auf. Anschließend legen Sie die Motorradbatterie an einem Ort mit Raumtemperatur ab und lagern die Batterie dort. Damit die Motorradbatterie einwandfrei überwintern kann, ist es wichtig, dass Sie diese mitten in der Winterpause (z. B. nach der Hälfte des Winters) ein weiteres Mal voll aufladen und vor dem Einbau ins Motorrad (also am Ende des Winters) nochmals vollladen.

Wie werden die neueren AGM- und Blei-Gel-Batterien gepflegt?

Neben der seit Jahrzehnten weit verbreiteten Blei-Säure-Batterie gibt es eine Vielzahl neuer Starterbatterien, mit denen Motorräder ausgestattet sein können. Es handelt sich zwar ebenfalls um Blei-Akkus, allerdings sind diese anders konstruiert und wartungsfrei. Microvlies-Batterien, AGM-Batterien und Blei-Gel-Batterien sind gängige Bezeichnungen für die wartungsfreien Akkus.

Anders als die übliche Blei-Säure-Batterie haben die Blei-Gel- und die AGM-Akkus einen gebundenen Elektrolyten. Dieser Elektrolyt hat keine freie Flüssigkeit, sondern z. B. eine in einer Glasfasermatte gebundene Flüssigkeit. Während Sie bei einem Blei-Säure-Akku Flüssigkeit nachfüllen müssen, ist das bei einer AGM- oder Blei-Gel-Batterie nicht der Fall; daher handelt es sich um wartungsfreie Motorradbatterien.

Grundsätzlich lassen sich die vorhin genannten Hinweise zur Batteriepflege auf alle Motorradbatterien beziehen, was die wartungsfreien Blei-Akkus einschließt. Haben Sie also eine AGM- oder Blei-Gel-Batterie in Ihrem Motorrad, dann bauen Sie diese ebenfalls für die Winterpause aus und laden sie innerhalb der Winterpause bis zu 3x auf. Der einzige Unterschied im Vergleich zur Wartung und Pflege von Blei-Säure-Batterien ist, dass Sie den Säurestand bei den AGM- und den Blei-Gel-Batterien nicht wieder auffüllen müssen.

Wie lädt man Motorradbatterien richtig auf?

Sie klemmen zum Laden zuerst den Minus- und dann den Pluspol ans Ladegerät. Dann schließen Sie das Ladegerät per Netzstecker an den Strom an. Motorradbatterien werden immer bis zur vollen Kapazität aufgeladen.

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich zum Laden ein Automatik-Ladegerät kaufen. Dieses erkennt, wie viel Strom die Batterie zum vollständigen Aufladen braucht, und passt die Ladeströme dem Ladevorgang an. Sobald die Batterie aufgeladen ist, nehmen Sie das Ladegerät aus der Steckdose und klemmen die Batterie ab. Unter den automatischen Ladegeräten gibt es sogenannte Erhaltungsladegeräte; diese weisen die Besonderheit auf, dass die Batterie die ganze Zeit angeschlossen ist und mit geringeren Strömen geladen wird. Durch den dauerhaften Ladevorgang wird die Batterie vor der Tiefentladung geschützt.

Unter allen Umständen raten wir Ihnen davon ab, Standard-Ladegeräte zu kaufen, die nicht automatisiert funktionieren. Diese Standard-Motorradbatterie-Ladegeräte müssen beim Ladevorgang permanent beobachtet werden, weil es zum Abschluss des Ladeprozesses vorkommen kann, dass die Motorradbatterie überladen wird und zu gasen beginnt.

Wie Motorrad-Batterie anschließen?

  1. Setzen Sie die Motorradbatterie ein.
  2. Achten Sie darauf, dass die Batteriepole richtig eingesetzt werden. Schrauben Sie zuerst den Plus- und dann den Minuspol fest.
  3. Sie können die Batteriepole von oben mit etwas Polfett beschmieren.

Mit der Maßnahme, die Batteriepole einzufetten, tragen Sie zu einer verzögerten Oxidation an den Polen der Batterie bei. Die Oxidation ist bei Blei-Akkus einer der größten Gründe dafür, dass eine Batterie an Lebensdauer einbüßt. Wenn Sie beim Einbau der Batterie die Batteriepole einfetten, verhindern Sie die Oxidation zwar nicht, doch Sie verzögern diese und verlängern somit die voraussichtliche Lebensdauer Ihrer Motorradbatterie - angesichts der hohen Kaufpreise für Batterien ist das Einfetten eine sinnvolle und kostensparende Maßnahme.

Sollte Ihrer Motorradbatterie doch mal den Dienst versagen, dann finden Sie auf unserer Seite bei Akkuline die passende neue Batterie.

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